Ursprünglich war es sogar das Reiten, das uns an die Ostsee in Mecklenburg Vorpommern gebracht hat. Als Kinder und Jugendliche sind wir ab und zu geritten und wollten es nun als Erwachsene endlich einmal richtig lernen. Warum also nicht gleich das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und sich einen Reiterhof an der Ostsee suchen?

Mecklenburg Vorpommern – ein Reiterland mit Tonnenkönigen und „Mecklenburgern“

Reiten an der Ostee & in Mecklenburg Vorpommern

Denn Mecklenburg Vorpommern ist ein Reiterland. Hier werden die sogenannten „Mecklenburger“ gezüchtet – auf dem Foto ist auch ein waschechter Mecklenburger zu sehen. An der Ostsee und dem Bodden gibt es in vielen Dörfern auch das alljährlich stattfindende „Tonnenabschlagen“. Beim Tonnenabschlagen versuchen die Reiter mit einem Knüppel Teile einer in der Luft hängenden Tonne abzuschlagen. Der Sieger ist der Tonnenkönig (der den letzten Holzsplitter vom Haken holt). Zum Tonnenabschlagen werden Dorf, Pferde und Reiter geschmückt und herausgeputzt und das Tonnenfest gefeiert.

Leider waren wir bisher immer zu den falschen Wochenenden da, so dass ich selbst noch kein Tonnenabschlagen erlebt habe. Das wird aber noch nachgeholt!

Reiten rund um Fischland-Darß-Zingst und den Bodden

Wer Richtung Darß fährt, wird auch überall Pferde auf den Weiden und manchmal sogar im Garten sehen. Da wundert es natürlich kaum, dass es auf dem Darß und am Bodden einige Reitvereine und Reiterhöfe gibt. Die Angebote und wohl auch die Qualität des Unterrichts sind natürlich von Reiterhof zu Reiterhof sehr unterschiedlich. Es macht zum Beispiel einen großen Unterschied, ob Du als Erwachsener mit dem Reiten anfangen möchtest oder Deine Kinder im Urlaub einfach ein bisschen auf dem Pferd sitzen wollen. Es gibt auch Reiterhöfe, die sich eher auf den Massenbetrieb mit Urlaubern eingestellt haben und andere, die sich sehr individuell um den einzelnen Reiter und dessen Ausbildung kümmern. Überleg Dir vorher, was Du eigentlich willst und dann frag den Reiterhof am besten konkret danach. Wir haben uns einige Reiterhöfe über das Internet zu Hause ausgesucht und sind dann ein Wochenende hochgefahren, um sie uns vor Ort anzusehen und den passendsten auszuwählen. Dabei haben wir auch „unseren“ Lieblingsreiterhof gefunden, den wir jetzt seit Jahren besuchen. Vielleicht verrate ich den hier auch eine Tages …

Noch ein ganz heißer Tipp für Reitanfänger aus eigener (schmerzhafter) Erfahrung: Wenn Dein Popo keinen Sattel gewohnt und er auch nicht von einer, wie soll ich sagen, wohlgeformten körpereigenen „Schutzsicht“ umgeben ist, dann solltest Du Dir wirklich eine gut gepolsterte Reithose kaufen oder leihen. Man glaubt gar nicht, wie schnell eine schlecht sitzende Jeans einen zarten Po gleich in der ersten Stunde bis aufs Fleich durchscheuern kann. Dem ungewohnten Hintern wird beim Reiten ohnehin einiges zugemutet. Schon nach der erste Stunden war das mit dem entspannten, lockeren Sitzen, das die Reitlehrerin immer wieder anmahnte, eine nahezu aussichtslose Angelegenheit. Schmerz und Entspannung vertragen sich irgendwie nicht so gut miteinander. Man reitet vor allem auf den Sitzbeinhöckern und die müssen sich daran wirklich erst gewöhnen und abhärten! Also, polstern nicht vergessen!

Und keine Sorge: Mit der Zeit gewöhnt sich der Po wirklich daran (und die Hände und die Schenkelinnenseiten und die Waden und …). Und Spaß macht es mir heute auch immer noch.